GSP Hohe Düne

Aufgabenstellung

Erstellen eines LAK mit den Teilen A und B für den Marinestützpunkt Hohe Düne. Hierfür wurde eine Kanalzustandsbewertung gemäß ISYBAU 2001 durchgeführt, alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen bestimmt sowie eine Überprüfung des Oberflächenabflusses durchgeführt.

Vorgehensweise

Folgende Arbeitsschritte wurden durchgeführt:

  • Prüfung der von dem TV-Inspektionsunternehmen gelieferten Daten auf Plausibilität
  • Berechnung der Koordinaten aller Knickpunkte in den untersuchten Leitungen
  • Aufbau der Kanaldatenbank für Haltungen, Leitungen und Schächte
  • Übernahme der geprüften Inspektionsdaten in die Datenbank
  • Auswertung der Zustandsdaten mit Ermittlung der Zustandsklassen nach der ISYBAU 2001, inklusive fachgerechter Schadensbewertung für Einzelfallbetrachtungen
  • Ermitteln des Handlungsbedarfs und Festlegen der Sanierungsprioritäten für Haltungen und Kanäle
  • Hydraulische Bemessung des Kanalnetzes und Bestimmung der notwendigen Baumaßnahmen zur Vermeidung von Schachtüberstau im Untersuchungsgebiet.
  • Ermittlung der Sofortmaßnahmen in Abstimmung mit dem Auftraggeber
  • Festlegen der Einsatzgrenzen der Sanierungsverfahren und Ermitteln der Einheitspreise in Abstimmung mit dem Auftraggeber zur Anpassung an die örtlichen Verhältnisse für die Anwendung im büroeigenem System •••kokas•
  • Ermitteln von Sanierungsalternativen inklusive Kostenschätzung mit •••kokas•
  • Übergabe der Daten im Format ISYBAU-XML

Randbedingungen

Der Marinestützpunkt Hohe Düne liegt im Nordosten Rostocks am Breitling und überwiegend weniger als 500 m von der Ostseeküste entfernt. Die Liegenschaft umfasst eine Fläche von 154 ha ohne Anlegebrücken und Wasserflächen. Auf der Liegenschaft befinden sich Unterkünfte, Verwaltungsbereiche und technische Bereiche, wie z.B. Lager, Kfz-Hallen, ein Hubschrauberlandeplatz mit Abstellflächen.

Die Liegenschaft wird über ein Trennsystem entwässert. Das Schmutzwassernetz ist über 5 Übergabepunkte an die kommunale Kläranlage der Hansestadt Rostock angeschlossen.

Der Grundwasserspiegel korrespondiert stark mit den Wasserständen im Breitling und der Ostsee. Er liegt damit ca. bei 0,00 m bis 0,50 m HN.

Bei der hydraulischen Bemessung des Kanalnetzes musste die besondere Lage der Liegenschaft berücksichtigt werden. Als Vorfluter dient die Ostsee. Das Grundwasser schwankt im Zyklus der Ebbe und Flut der Ostsee. Somit war eine Tieferlegung bzw. Erweiterung von vorhandenen Kanälen nur in eingeschränktem Maße möglich.

Zeitraum

2013 bis 2014

Kennwerte

  • 40 km Kanallänge
  • 1.000 Haltungen
  • 1.800 Leitungen
  • 900 Schächte