Erschließung Stadtteil Heinrichsheim, Neuburg a.d. Donau

Aufgabenstellung

Konzeption und Umsetzung der Oberflächenentwässerung im Stadtteil Heinrichsheim

Vorgehensweise

Die Oberflächenentwässerung des Stadtteils Heinrichsheim in der Stadt Neuburg a. d. Donau erfolgt auf unterschiedlichen Wegen. Ein kleiner Teil des bebauten Gebietes verfügt über eine klassische Trennkanalisation, bei der das häusliche Schmutzwasser in den Schmutzwasserkanal und das Oberflächenwasser in einen Regenwasserkanal abgeleitet wird. Weite Teile des bebauten Gebietes verfügen lediglich über einen Schmutzwasserkanal. Das Oberflächenwasser wird hier vor Ort versickert, in private oder öffentliche Sickerschächte oder, im ungünstigsten Fall, in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet. Für die Ableitung des Oberflächenwassers in Heinrichsheim steht somit keine ausreichende, den Regeln der Technik entsprechende Möglichkeit zur Verfügung. Durch die Ableitung des Oberflächenwassers in die Schmutzwasserkanalisation kommt es zu einem erhöhten Fremdwasseranfall und zu höheren Betriebskosten für die Pumpstationen und die zentrale Kläranlage in Neuburg.

Randbedingungen

Bei der Entwicklung der Sanierungskonzeption waren insbesondere die bereits vorhandenen Siedlungsstrukturen inklusive deren Ver- und Entsorgungsleitungen zu berücksichtigen. Zudem war dafür Sorge zu tragen, dass künftige Baugebiete modular an die bestehenden und gegebenenfalls noch zu erstellenden Entwässerungseinrichtungen angeschlossen werden können.
Alle drei zentralen Regenrückhalte- und Versickerungsbecken weisen einen gedrosselten Basisabfluss in die umliegenden Gewässer auf. Durch hydraulische Leistungsnachweise für die Gewässer konnten optimale Basisabflüsse festgelegt werden.

Für einen ersten Bauabschnitt wurden die Leistungsphasen 4-9 begleitet und ein erstes Regenrückhaltebecken errichtet.