GEP Berlin-Lichtenberg, Treskowallee

Aufgabenstellung

Erstellen eines Generalentwässerungsplans in Berlin Lichtenberg für die Regenwasserkanalisation im Einzugsgebiet Treskowallee.

Vorgehensweise

Für das im Trennverfahren entwässerte Einzugsgebiet wurden folgende Vorarbeiten geleistet:

  • Aufbereitung der vorhandenen Kanalstruktur in ein grafisches Datenbankmodell
  • Erstellung eines Profilbuches für alle Regel- und Sonderquerschnitte einschließlich der Teilfüllungskurven
  • Haltungsweise, flurstücksgenaue Einteilung der Teileinzugsflächen
  • Digitale Ermittlung der abflusswirksamen befestigten Flächen
  • Verschneidung der Teileinzugsflächen mit den abflusswirksamen Flächen mit einem geographischen Informationssystem
  • Bestimmung des statischen Kanalvolumens

Nach Definition und Vorlage sämtlicher Berechnungsgrundlagen wurden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

  • Hydrodynamische Kanalnetzberechnung und Bewertung des Istzustandes (n = 1,0/a und n = 0,5/a)
  • Erarbeitung einer Sanierungskonzeption und Staffelung der Sanierungsmaßnahmen nach Sanierungsprioritäten
  • Nachweis der Sanierungsmaßnahmen mit hydrodynamischer Kanalnetzberechnung (n = 1,0/a und n = 0,5/a)
  • Darstellung der Ergebnisse in Übersichtskarten, Rechennetz- und Lageplänen und Längsschnitten

Randbedingungen

Neue Bauentwürfe, in Planung befindliche Bauvorhaben und noch nicht angeschlossene Straßenflächen wurden in die Generelle Sanierungsplanung einbezogen.

Die geringe Überdeckung der bereits vorhandenen Kanäle stellte die Sanierungsplanung vor komplexe Aufgaben. Vorhandene Gas- und Trinkwasserleitungen, Abwasserdruckleitungen und Schmutzwasserkanäle wurden bei der Neutrassierung und der hydraulischen Sanierung des Regenwassernetzes berücksichtigt. Im Falle von Kollisionen unterschiedlicher Netze wurden Lösungsvorschläge erarbeitet.

Grundlage für die Erarbeitung der prognostizierten Entwicklung war u.a. der Flächennutzungsplan, die Machbarkeitsstudie des Verkehrs- und Entwässerungskonzeptes Karlshorst-Ost, die Planung der Süd-Ostverbindung zwischen Oberschöneweide und Niederschöneweide, die Neuplanung/Erweiterung des Straßenlandes am „Nadelöhr“ S-Bahnhof Karlshorst sowie Vorgaben der Senatsverwaltung.

Sanierungsmaßnahmen aufgrund baulicher, hydraulischer und umweltrelevanter Aspekte wurden soweit aufeinander abgestimmt, dass mit hoher Kosteneffizienz der Betrieb der Entwässerungsanlagen und der Schutz der Ressourcen gewährleistet wird.