GEP Traunstein

Aufgabenstellung

Erstellen einer generellen Entwässerungsplanung für die Mischwasserkanalisation Stadt Traunstein (Ist- und Prognose-Zustand)

Vorgehensweise

  • Plausibilitätsprüfung und Übernahme der vorhandenen Kanaldaten in ein grafisches Datenbankmodell
  • Auswertung von Luftbildern und Aufbau eines grafischen Flurstückskataster zur Ermittlung der angeschlossenen abflusswirksamen Flächen
  • Übernahme der abflusswirksamen Flächendaten als Einzelflächen in das Berechnungsmodell, differenziert nach Flächenart und Befestigungsgrad
  • Flurstücksgenaue Übernahme der Siedlungsdichten
  • Flurstücksweise Zuordnung der abflusswirksamen Flächen zu den Haltungen der Mischwasserkanalisation unter Berücksichtigung der Geländeneigungen
  • Festlegen der Erweiterungsflächen
  • Auswertung von 5 vorhandenen Niederschlags- und Abflussmessungen zur Modellkalibrierung und Ableitung der Oberflächenabflussparameter
  • Modellregenaufbau gemäß Otter/Koeniger
  • Hydrodynamische Kanalnetzberechnung und Bewertung des Istzustandes (T= 2 und 3 Jahre)
  • Hydrologische und hydrodynamische Kanalnetzberechnung für die Prognose (T= 3 und 5 Jahre)
  • Hydrologische und hydrodynamische Kanalnetzberechnung für die Prognose (T= 20 und 30 Jahre) zur allgemeinen Beurteilung der Überflutungsgefährdung
  • Darstellung der Ergebnisse in Übersichtskarten, Rechennetzplänen, Rechenschemata und Längsschnitten

Randbedingungen

Zuletzt wurde 1985 eine hydraulische Kanalnetzberechnung mit dem Ziel durchgeführt, die aus hydraulischen Gründen erforderlichen Sanierungsmaßnahmen im Kanalnetz aufzuzeigen. Die späteren Berechnungen im Jahr 1996 bzw. 2002 wurden ausschließlich im Hinblick auf die Bemessung der Regenwasserbehandlungsanlagen in der Mischkanalisation durchgeführt.

Aufgrund der geänderten Randbedingungen, der teilweise umgesetzten Sanierungen auf Grundlage der Kanalnetzberechnung aus dem Jahr 1985, bestand nach über 25 Jahren der Bedarf, die hydraulischen Verhältnisse im Kanalnetz aktuell zu ermitteln.

Die Stadteile im Trennverfahren werden nur an den Übergabestellen zur Mischwasserkanalisation zusammenfassend berücksichtigt.