GSP Dachau

Aufgabenstellung

Sanierungskonzeption für das im Mischsystem entwässernde Kernstadtgebiet der Stadt Dachau.

Vorgehensweise

Für das Mischwassereinzugsgebiet der Stadt Dachau wurden folgende Vorarbeiten geleistet:

  • Übernahme der Kanalgeometrie der einzelnen Haltungen aus der Datenbank der Stadt Dachau in das Berechnungsmodell ++Systems
  • Ermitteln der befestigten Flächen über Musterflächenauswertung und Übertragung auf das Untersuchungsgebiet. Zu diesem Zweck wurde das Untersuchungsgebiet nach Bebauungsstrukturtypen klassifiziert. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung der Elemente der Stadtgrundkarte (Flächengröße, Gebäudeflächen) auf das restliche Untersuchungsgebiet übertragen und der abflusswirksame Flächenanteil pro Flurstück bestimmt
  • Flurstückscharfe Ermittlung der Einwohnerverteilung
  • Festlegung von Kenngrößen für den Trockenwetterabfluss
  • Ableiten von Modellregengruppen für die verschiedenen Wiederkehrzeiten gemäß dem Merkblatt 4.3/3 des BLfW
  • Übernahme der Daten aus der optischen Kanalinspektion
  • Hydrodynamische Kanalnetzberechnung und Bewertung des Ist-Zustandes und der Prognose für verschiedene Wiederkehrzeiten
  • Aufzeigen der Auswirkungen auf den Gesamtabfluss bzw. Bemessungsabfluss am Ende des Einzugsgebietes
  • Zustandsbewertung der untersuchten Mischwasserkanalisation gemäß DWA-M 149
  • Ermittlung von technisch möglichen Sanierungsalternativen nach dem 3-Säulen-Prinzip (Reparatur, Renovierung und Erneuerung). Für jede Sanierungsalternative wurden die erforderlichen Investitionskosten sowie die über den Betrachtungszeitraum anfallenden Projektkostenbarwerte ermittelt.
  • Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung der DIN EN 752 und des DWA-A 118 sowie des baulichen Zustandes
  • Nachweis der Sanierungsmaßnahmen mit hydrodynamischen Kanalnetzberechnungen (n = 0,33/a und n = 0,2/a)
  • Darstellung der Ergebnisse in Übersichtskarten, Rechennetzplänen und Längsschnitten
  • Zusammenstellung sämtlicher erforderlichen Unterlagen für die Beantragung der wasserrechtlichen Genehmigung für das vorhandene Durchlaufbecken

Randbedingungen

Für die Ermittlung des Bemessungsabflusses zeigte sich, dass der maßgebliche Abfluss wesentlich von den hydraulischen Sanierungsmaßnahmen im Kanalnetz abhängt. Für die Erarbeitung der Sanierungskonzeption wurden daher neben der rein hydraulischen Ertüchtigung von überlasteten Kanalstrecken auch die Anordnung von Retentionsräumen innerhalb der Kanalisation untersucht. Dabei galt es auch den baulichen Zustand zu berücksichtigen.

Der Entlastungsabfluss aus dem zentralen Regenüberlaufbecken wurde mit dem zulässigen Gesamtabfluss im Gewässer abgestimmt.