Kanalsanierungsstrategie Ingolstadt

Aufgabenstellung

Für die Kanalisation der Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR ist ein Gesamtkonzept zur Sanierung der öffentlichen Kanalisation zu erstellen. In das Gesamtkonzept sollen alle aus verschiedenen Untersuchungen stammenden Informationen integral zu einem ganzheitlichen Konzept der Kanalsanierung in Ingolstadt zusammengefasst werden.

Vorgehensweise

Zunächst erfolgt für das untersuchte Teilgebiet des Entwässerungsnetzes der INKB eine nach den Schutzzielen differenzierte Zustandsbewertung der Einzelschäden und Haltungen. Der Sanierungsumfang und die zu verwendenden Sanierungsverfahren werden nach Festlegung des zu sanierenden Schadenumfangs unter Berücksichtigung örtlicher Randbedingungen mittels Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und nach den Maßgaben der Nachhaltigkeit bestimmt.

Aufbauend auf den Ergebnissen zum Sanierungsumfang und den Kosten zur Beseitigung der heute bekannten sanierungsbedürftigen Schäden wird unter Berücksichtigung des Alterungsverhaltens des Kanalnetzes eine Sanierungsstrategie entwickelt. Hierbei werden die Auswirkungen vorgegebener Budgetszenarien und Zustandsziele untersucht. Die Bewertung der untersuchten Strategieszenarien und die Herleitung der Vorzugsstrategie erfolgen unter ausgewogener Berücksichtigung von Risikominimierung und Substanzwerterhalt.

Schließlich wird eine Generelle Sanierungsplanung durchgeführt, in der haltungsweise hydraulische, bauliche, umweltrelevante und betriebswirtschaftliche Aspekte betrachtet werden.

Die Analysen und Berechnungen werden mit dem Modell •••kokas• durchgeführt.

Der im inspizierten Kanalnetz vorgefundene bauliche Zustand der Kanalisation sowie die ermittelten Sanierungskosten werden schließlich mittels einer clusterbasierten Extrapolation auf das Gesamtkanalnetz hochgerechnet.

Randbedingungen

Die Inspektionen, die als Grundlage für das Alterungsverhalten dienen, liegen in verschiedenen Notationen seit 1996 vor. Um eine einheitliche Zustandsbewertung zu gewährleisten, insbesondere im Hinblick auf die Schutzgüter Standsicherheit, Betriebssicherheit und Dichtheit, werden die Schadensdaten in die einheitlichen Schadenscodes nach DIN EN 13508-2 in Verbindung mit DWA-M 149-2 übersetzt. Die Grundlage der Übersetzung bildet die DWA-M 152. Nach der Übersetzung kann die Zustandsbewertung nach DWA-M 149-3 einheitlich erfolgen und das Alterungsverhalten ausgewertet werden.